Die Erste Mv Agusta

Im Herbst 1945 wurde die erste MV Agusta der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie sollte „Vespa 98“ heißen, aber der Name war bereits registriert. So wurde sie also nur „98“ genannt und war in zwei Ausstattungsvarianten erhältlich. Die Auslieferung begann 1946, in dem Jahr, in dem die Teilnahme von MV Agusta an Langstreckenrennen offiziell begann. Es dauerte nicht lange bis zum ersten Sieg. In der ersten Saison gewann Vincenzo Nencioni ein Langstreckenrennen in La Spezia, und dann erneut in Monza am 3. November. Bei diesem Rennen besetzten MV-Agusta-Fahrer (Vincenzo Nencioni, Mario Cornalea und Mario Paleari) alle Plätze auf dem Siegertreppchen.

Im Zuge dieser frühen Erfolge wurde die 98 „Sport“ entwickelt. Sie unterschied sich durch die Teleskopgabel, einen neuen, um 5 cm kürzeren Rahmen und das sportlichere Handling von den früheren Modellen. Änderungen am Motor steigerten die Leistung auf beinahe 5 PS, seinerzeit ein Rekordwert für einen Motor dieser Größe.
1947 präsentierte MV Agusta auf der Mailänder Handelsmesse eine Reihe von Neuentwicklungen. Neben einer „Luxus“-Version der 98 wurden Bikes mit 125-cm³-Zweizylinder-Zweitaktmotor sowie mit 250-cm³-Einzylinder-Viertaktmotor vorgestellt.
Im darauf folgenden Jahr wurde die 125-cm³-Kategorie bei der italienischen Geschwindigkeitsmeisterschaft (Campionato Italiano di Velocità) eingeführt, und MV Agusta ging mit einem 125er-Dreigangmodell an den Start. 1949 wurden die „98“ und die „125“ durch die neue „125 TEL“ abgelöst, unterstützt durch den 125er-Roller Typ „B“.

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